Du bist ohne erstichtlichen Grund unsicher, gestresst oder hast Angst?
- Lilian Habegger

- 16. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Du bist manchmal unsicher, gestresst oder spürst Angst – und weisst gar nicht genau, warum? Vielleicht kennst du diese Momente, in denen eigentlich alles in Ordnung ist … und trotzdem reagiert dein Körper ganz anders.
Du bist damit nicht allein. Und noch wichtiger: Es gibt einen guten Grund dafür.
Unser Gehirn speichert Erfahrungen gemeinsam mit Gefühlen – und genau diese Verbindungen wirken oft im Hintergrund ganz automatisch weiter.
Wenn du verstehst, wie das funktioniert, eröffnen sich neue Möglichkeiten: Du kannst alte Muster lösen und wieder mehr Ruhe, Sicherheit und Vertrauen spüren. Denn unser Gehirn funktioniert ein bisschen wie ein Lernsystem: Immer wenn etwas gleichzeitig passiert – zum Beispiel ein Erlebnis und ein Gefühl – werden diese beiden Dinge miteinander verknüpft.
Man sagt dazu: „Was zusammen erlebt wird, verbindet sich im Gehirn.“
Das bedeutet: Wenn du früher einmal eine schwierige oder stressige Situation erlebt hast – vielleicht in der Schule oder in einem anderen Moment, in dem du dich unsicher gefühlt hast – dann hat dein Gehirn dieses Erlebnis mit Stress abgespeichert.
Und jetzt passiert etwas Spannendes: Wenn du heute in eine Situation kommst, die auch nur ein bisschen ähnlich ist, erkennt dein Gehirn das sofort – oft, ohne dass du es bewusst merkst. Ein tiefer liegender Teil deines Gehirns sagt dann ganz schnell: „Achtung, das kenne ich – das war damals stressig!“
Und schon reagiert dein Körper: Du fühlst dich angespannt, unsicher oder gestresst.
Interessant ist, dass dein bewusster Verstand vielleicht denkt : „Es ist doch alles in Ordnung, es gibt keinen Grund dafür.“ Aber dein Gehirn reagiert schneller als dein Denken.Es greift auf alte Verknüpfungen zurück – wie ein automatisches Programm.
Die gute Nachricht: Diese Verbindungen, Programmierungen können verändert werden.
Gerne unterstütze ich dich mit der Hypnosetherapie neue Verknüpfungen zu schaffen –damit du in ähnlichen Situationen ruhig, sicher und gelassen reagieren kannst.
Falls du noch mehr Infos dazu möchtest:
Zentrale Aspekte der Hebb’schen Regel
Das Grundprinzip lautet: „Zellen, die gemeinsam feuern, vernetzen sich. “Wenn Nervenzellen wiederholt gleichzeitig aktiv sind, wird die Verbindung zwischen ihnen gestärkt. Dadurch verbessert sich die Effizienz der Signalübertragung an den Synapsen. Informationen können leichter abgerufen werden – das bildet eine wichtige Grundlage für Lern- und Gedächtnisprozesse. Sind solche Verbindungen einmal gefestigt, neigen die beteiligten Neuronen dazu, auch in Zukunft wieder gemeinsam aktiv zu werden.
Das bedeutet: Wenn in einer aktuellen Situation auch nur eine leichte Ähnlichkeit zu einer früheren belastenden Erfahrung besteht, reagiert das Gehirn auf unbewusster Ebene. Das Zwischenhirn, das schneller arbeitet als die bewusste Verarbeitung in der Grosshirnrinde, erkennt die Verbindung und löst unmittelbar eine Stressreaktion aus.
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